„Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib!" (Hebr 13,3)
Liebe Leserin, lieber Leser
als Jugendlicher hat mich das sehr beschäftigt, dass Menschen wegen ihres Glaubens an Jesus Christus gefangengenommen, misshandelt und sogar getötet werden! Das Buch von Sergei Kourdakov mit dem Titel „Vergib mir, Natascha“, hat mich tief erschüttert. Er beschrieb darin seinen Einsatz bei der sowjetischen Geheimpolizei gegen nicht registrierte Christengemeinden, besonders die „Evangeliums-Christen/Baptisten“.
Ob es eine derartige Christenverfolgung auch in unserem Land einmal geben könnte? Wir haben doch Demokratie, Glaubens- und Versammlungsfreiheit!
Und dann lese ich heute die Berichte von „Open Doors“, jener Organisation, die sich um verfolgte Christen weltweit kümmert.
Meine Frage war schon in jungen Jahren: Wäre ich dann tapfer genug, mich zu Jesus zu bekennen, wenn es Nachteile in Kauf zu nehmen gäbe oder auch Prügel oder Gefängnis drohten? Da kann ich die Hand für mich wirklich nicht ins Feuer legen.
In guten Zeiten fällt es mir leicht, mich zu Jesus Christus zu bekennen. Durch mein Reden will ich Menschen von Jesus erzählen und ich bete dafür, dass vielen das Herz für Jesus aufgehe. Und überhaupt: Es könnte doch auch in Deutschland dieses Phänomen um sich greifen, von dem aus Belgien, Niederlande, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, berichtet wird: Dass da die „Gen Z“, also die junge Generation ganz neu nach Gott fragt, sich Antworten auf Lebensfragen ersehnt, mit Gleichaltrigen den Austausch sucht. Gerne auch über das Internet! Bisher kenne ich zwei junge Leute, die dies tun. Sie unterhalten sich in englischer Sprache und benutzen als Grundlage die „King James-Bibel“, die englische Übersetzung der Luther-Bibel.
Wie schön, dass es das gibt! Unser Herr hat Mittel und Wege, um Menschen zu erreichen. Da wird ein Stück davon Wirklichkeit, was Jesus im Monatsspruch für August sagt:
Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. (Joh 10,10)
Mit herzlichen Segenswünschen!
Robert Hager (Diakon)
