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Grußwort

sdLiebe Leser/innen,

Der Frühling kommt, mal mit feinen Gerüchen, mal mit vielen bunten Blüten von Krokussen, Tulpen und Osterglocken, mal mit schönen warmen Temperaturen und Sonnenstrahlen, mal mit Wind und Wetter und Regenbogen.

Wenn wir uns umsehen in der Natur, werden wir überall auf seine Spuren treffen.

Neues Leben sprosst auf, wo vorher Schnee lag, wo blanke Erde war, wachsen Tulpen und Krokusse und auch die Bäume treiben Blätter und blühen.

Diese Blüten sind ein wunderbares Symbol für das Leben nach der Totenstarre des Winters, für die Früchte, die noch kommen werden, für die Fülle des Lebens.

„Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt, bleibe uns ein Fingerzeig, wie das Leben siegt“, so heißt es in einem Text von Schalom Ben-Chorin, den er im 2. Weltkrieg geschrieben hat. Ein Text über die Hoffnung, dass es ein Leben nach den Schrecken dieses Krieges und der Konzentrationslager gibt. Ein Leben in der Liebe Gottes, mit einer Leichtigkeit, nach den schweren Tagen und einer Fülle, wenn aus den Blüten Früchte werden – ein Leben in Gott, durch ihn und mit ihm.

Und so wird der blühende Zweig, genau wie die ganze Blütenpracht im Frühling, ein Symbol für das Leben, für ein Leben in allen bunten Farben, mit der Leichtigkeit vonSchmetterlingen, die von Blüte zu Blüte fliegen, von im Luftzug schaukelnden Blüten, von betörenden Düften und auch dem Naturschauspiel von Wolken, Wind und Regen und dem Regenbogen. Ein Leben in Fülle.

Deshalb gehören zu Ostern auch die Palmkätzchen und Forsythien, die Tulpen und Osterglocken und andere Blüten, die zur Osterdekoration auf Tische und Fensterbänke kommen. Zeichen für ein Leben nach dem Tod, das durch die Auferstehung Jesu Wirklichkeit wurde und immer wieder Wirklichkeit werden will in unserem Leben.

„Wenn uns das Leben lebendig macht, sind wir wie Feuer im Dunkel. Sind wir das Licht, das Licht für die Welt und der Tod verliert seine Schrecken“ – ein anderes Lied aus meiner Jugendzeit, aus dem sogenannten „Silberpfeil“.

Jesus will uns mit seiner Auferstehung, mit seiner Lebendigkeit anstecken, er will uns an jedem Tag auferwecken, aus Erstarrungen und Winter, Hoffnungslosigkeit, Trauer und Tod und uns lebendig machen.

Er will uns neues Leben schenken, Leben aus seiner Fülle, aus seiner Liebe und Gnade – ewiges Leben, dem kein Tod etwas anhaben kann.

sdLassen Sie sich von ihm anstecken, lebendig machen und spüren Sie, wie es Frühling wird in Ihnen und Ihrem Alltag und wie das Leben den Tod besiegt.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Zeit!

Sabine Dresel, Diakonin