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Israel Reise 2014

Vom 7. bis 16. September 2014

Mit vielen positiven Eindrücken kam die Reisegruppe mit Dekan Jürgen Blechschmidt am 16. September, nachts, aus Israel zurück. In den vergangenen 10 Tagen erfuhr man viel über das Land, die Leute und seine Geschichte. Anna, die dortige Reisebegleitung (in Deutschland geboren und bereits über 20 Jahre in Israel), erklärte einiges vom Jüdischen Glauben: Sie führte durch Synagogen und stellte jüdische Sitten und Bräuche vor. Ein weiteres Thema waren die aktuelle politische Lage und die jüngste Vergangenheit und Kriege Israels seit 1948. Bei der Wanderung auf den Golanhöhen schaute man bis zum Libanon und nach Syrien. Kurz vor Beginn der Fahrt war es noch fraglich, ob dies angesichts des jüngsten Konflikts möglich sein würde. Mit dem Haulocaust wurde man in der Gedenkstätte Yad Vashem konfrontiert (am Ende der Reise, in Jerusalem). Beeindruckend auch die Geologie und die einzigartige Landschaft. Man badete im Toten Meer und war auf der Felsenfestung Masada, die bereits König Herodes errichten ließ und wo sich Zeloten vor den Römern 69 n. Chr. versteckten. Oder die Wüste Negev: Der Ramon Krater, interessant seine Entstehung von Millionen von Jahren. Einen fabelhaften Blick hatte man auch von der Akropolis, einem Tempel der Nabatäer, die dort im 3. Jahrhundert vor Christus lebten. Der Nationalpark Beit Guvrin hatte zwar auch eine schöne Aussicht, viel interessanter waren dort aber die Höhlen, in denen man Ölpressen, Zisternen oder Gräber aus dieser Zeit sehen konnte. Der Schwerpunkt der Reise waren natürlich die biblischen Stätten. In den ersten drei Nächten übernachtete die Gruppe in Ginossar, direkt am See Genezareth. Klar, dass man da auch badete oder eine Bootsfahrt unternahm. Dort, in Galliläa, hat Jesus gelehrt, z. B. in Kapernaum oder auf dem Berg der Seligpreisungen. Auch wenn niemand sagen kann, an welcher Stelle genau Jesus seine Bergpredigt gehalten hat, war es doch beeindruckend, einmal dort gewandert zu sein. Schön fanden alle die tägliche Andacht, die Dekan Blechschmidt hielt, immer passend zum jeweiligen Thema des Tages. Am Fuße des Bergs der Seligpreisungen war es sogar ein Abendmahlsgottesdienst. Eine andere war am Jordan, etwa an der Stelle, wo den Überlieferungen zufolge die Israeliten vor über 3000 Jahren in ihr gelobtes Land zogen und wo Jesus von Johannes getauft wurde. Oder auf den Hirtenfeldern, unweit von Bethlehem. Jerusalem. Dort war das Hotel für die letzten vier Tage. Die Hauptstadt Israels wurde im Laufe der Geschichte 16 mal zerstört und wieder aufgebaut und hat sich demzufolge immer wieder verändert. Verschiedene Ausgrabungen zeigen noch Überreste aus der Zeit von König David. Die Stadt, wie sie Jesus erlebte, zeigte das große Modell im Israel Museum. Das Orginalgrab kennt man freilich nicht, doch man war in der Grabeskirche und im Gartengrab. Dort sah man auch den Felsen Golgota (Kreuzigung). Im Garten Gethsemane, wo Jesus verhaftet wurde, konnte man spazieren gehen. Unweit der Grabeskirche ist die evangelische Eröserkirche, wo die Gruppe am Sonntag den Gottesdienst besuchte. Natürlich erlebte man auch den heutigen "Flair" der Stadt, im Basar in den Gassen der Altstadt und der Via Dolorosa. In Bethlehem gab es die Geburtskirche und Katharinenkirche (wo am Heilig Abend die weltweit bekannte Mitternachtsmesse zelebriert wird) zu besichtigen. Ein Besuch von Life Gate – im Nachbarort Beit Jala – schloss sich an, jener Einrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche, die vom Dekanat Rügheim unterstützt wird. Die Geselligkeit kam aber auch nicht zu kurz, unter den 30 Teilnehmern aus dem ganzen Dekanatsgebiet herrschte immer eine sehr gute Atmosphäre. Am See Genezareth konnte man abends schön sitzen oder spazieren, auch in Jerusalem lag das Hotel günstig um abends wegzugehen. So war jeder gleich dafür, als Herr Blechschmidt wegen einem Nachtreffen fragte, um Bilder auszutauschen oder ähnliches.